Fachartikel von Annette Kröger zum ULI Summit am 29.6.2016 in Frankfurt – "Immobilieninvestments: Plädoyer für mehr Kooperation in Zeiten niedriger Zinsen"

München/Frankfurt, 23.06.2016

Professionell aufgestellte Unternehmen wissen, wann es sinnvoll ist, mit anderen Marktteilnehmern zusammenzuarbeiten, auch wenn man an anderer Stelle im Wettbewerb zueinander steht.

Annette Kröger

Annette Kröger

Immobilien sind im aktuellen Niedrigzinsumfeld eine gefragte Anlagealternative bei institutionellen Investoren. Die Preise haben aufgrund der hohen Nachfrage inzwischen deutlich angezogen, vor allem bei den begehrten Core Immobilien. Es ist daher eine Herausforderung, die richtigen Objekte zu identifizieren und zu sichern, die nachhaltig die erwartete Rendite erwirtschaften. 

Da ist es von Vorteil, wenn der institutionelle Investor breit diversifizieren und unterschiedlichste Marktchancen nutzen kann, international, national, regional, nach direkten und indirekten Investments, Immobilienfinanzierungen und auch börsennotierten Komponenten, nach Nutzungsarten wie Büro, Einzelhandel, Logistik, Wohnungen, Student Housing, etc.

Nur so kann es gelingen, auch in Zeiten hoher Nachfrage attraktive Immobilieninvestitionen zu akquirieren und die Anlageziele zu erreichen. Dabei steht außer Frage, dass für diese Bandbreite ein hohes Expertenwissen notwendig ist. Es braucht Immobilienspezialisten aus den unterschiedlichsten Fachgebieten, die über detaillierte Kenntnisse und Erfahrung in den jeweiligen Teilmärkten und Nutzungskategorien verfügen. 

Für institutionelle Investoren ist es daher von großer Bedeutung, erfahrene eigene Teams zu haben, die das breite Investitionsspektrum abbilden können. Dies gilt es zu ergänzen um Kooperationen mit Partnern, die in einzelnen Segmenten besondere Expertise mitbringen.  Ob Joint Venture, Club Deal oder Konsortialfinanzierung, es gibt viele Möglichkeiten, sich zusammen mit starken Partnern breit aufzustellen, gleichzeitig Risiken zu minimieren und attraktive Renditen zu erwirtschaften. Investitionen in Shopping Center mit einem professionell aufgestellten Centermanager an der Seite, Investments in einen Logistikfonds, der von einem starken Spezialisten aufgebaut, mit den richtigen Immobilien bestückt und betrieben wird, ein Unternehmen als Partner, das über Fondsvehikel in Value Add Immobilien sehr erfolgreich investiert und Risiken dennoch überschaubar bleiben lässt, aber auch in den eigenen Kernmärkten als aktiver Partner mit einem Finanzinvestor zu kooperieren, all dies sind Beispiele erfolgreicher Zusammenarbeit. Auch bei den Immobilienfinanzierungen erfolgen inzwischen zahlreiche Kooperationen, zum Beispiel in Konsortien zwischen Banken und Versicherungen. Beide Seiten haben seit langem erkannt, dass es gilt, Marktchancen und Möglichkeiten der Finanzierung gemeinschaftlich zu nutzen, vor allem, wenn es um höhere Volumina geht. Solche Kooperationen bieten neben der breiten Aufstellung einen immer weiteren Ausbau der eigenen Expertise in verschiedensten Segmenten und somit eine nachhaltige Positionierung.

Professionell aufgestellte Unternehmen wissen, wann es sinnvoll ist, mit anderen Marktteilnehmern zusammenzuarbeiten, auch wenn man an anderer Stelle im Wettbewerb zueinander steht. Bei allem bleibt jedoch die zentrale Herausforderung, den Überblick nicht zu verlieren und vor allem die Risiken im Auge zu behalten. Deshalb braucht es ein proaktives Risikomanagement, das Transaktionen kritisch begleitet, sie aber nicht verhindert, sondern befördert. Damit am Ende die Performance für den Anleger stimmt.

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Phillip Lee
Phillip Lee
Senior Marketing & Communications Manager